Im Jahr 1916 im Gefängnis: Die polnisch-jüdische Doktorin und Sozialdemokratin Rosa Luxemburg steht kurz vor ihrer Hinrichtung. Zwanzig Jahre zuvor kämpfte die junge Frau für eine demokratische Regierung in Deutschland und die Revolution in Polen. Ihre herausragende politische Begabung ist anerkannt, und sie arbeitet eng mit ihrem Gefährten Leo Jogiches zusammen. Sie verfasst wissenschaftliche Schriften und pflegt eine Beziehung mit ihrem jungen Geliebten, dem 15 Jahre jüngeren Sohn von Clara Zetkin. Doch beginnen ihre politischen Aktivitäten, ihre persönlichen Beziehungen zu belasten. Mit zunehmenden internationalen Spannungen hält Rosa Luxemburg Reden, in denen sie den Krieg und den Militarismus verurteilt, was manchen Sozialisten zu radikal erscheint. Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges schließen sie und Karl Liebknecht sich der Opposition an.